Bürgerstiftung bekennt sich zu Vielfalt und demokratischen Werten

Die Bürgerstiftung Halle hat im Rahmen von „Bildung im Vorübergehen“ am 24. August Zusatzschilder in der Jahnstraße angebracht. Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) verbrachte seine Studienzeit in Halle, er ist als Turnvater Jahn vielen ein Begriff und die Jahnhöhle an der Saale ein bekannter Ort – damit zählt Jahn zu den stadtgeschichtlich relevanten Persönlichkeiten Halles, über deren Wirken im Rahmen der Aktion mit Schildern aufgeklärt wird. Als Schilderspender für die drei Zusatzschilder ist die Halle-Leobener Burschenschaft Germania an uns herangetreten. Wir haben diese Burschenschaft zunächst als Teil der heterogenen Stadtgesellschaft begriffen.

Erst nach Anbringung der Schilder und der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit sind wir durch kritische Hinweise von Stiftern und Partnern darauf aufmerksam gemacht worden, wie weit entfernt die Halle-Leobener Burschenschaft Germania von den Werten agiert, für die die Bürgerstiftung seit 13 Jahren einsteht und das auch weiterhin tun wird. Es ist unser Versäumnis, die Hintergründe dieser Burschenschaft nicht gründlicher recherchiert zu haben. Wir bedauern dies sehr und distanzieren uns klar von nationalistischem und rassistischem Gedankengut.

Die Bürgerstiftung Halle setzt sich für eine lebendige demokratische Kultur unter Mitwirkung vieler Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrer geografischen, sozialen oder kulturellen Herkunft ein. Die Stifter, Spender und Unterstützer der Bürgerstiftung Halle spiegeln die Vielfalt von Halle wieder, sie leben in unterschiedlichen Stadtteilen und Lebenswelten. Diese Vielfalt schätzen wir und möchten sie weiterhin unterstützen. Wir bitten um Ihr Vertrauen, dass wir auch in Zukunft gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in die Stadt hinein Gutes bewirken werden.

Ingrid Häußler, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Halle


Ulrike Rühlmann, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Halle