Bildung im Vorübergehen:

Von-Danckelmann-Platz

Zusatzschild-Text:
Jurist, brandenburgisch-preußischer Staatsbeamter, Erster Oberkurator der Universität Halle
Spender
gespendet von Prof. Dr. Peter Wycisk
Status:
realisiert

Daniel Ludolf von Danckelmann (1648-1709)

Daniel Ludolf war der vierte Bruder des in die  brandenburgisch-preußische Geschichte eingegangenen „Danckelmannschen Siebengestirns“, der sieben Brüder Danckelmann, die alle am brandenbrugischen Hofe des Kurfürsten Friedrich III. und späteren preußischen König Friedrich I. herausgehobene Positionen innehatten. Der wohl bekannteste der sieben Brüder, war Eberhard Christoph Balthasar, in dessen Verantwortung als preußischer Oberpräsident des Geheimen Rates (vergleichbar mit der heutigen Position eines Ministerpräsidenten) auch die Gründung der Universität Halle fiel.

Der Vater Daniel Ludwigs war Landrichter in Lingen und an der Abfassung des Westfälischen Friedensinstruments zur Beendigung des 30-jährigen Krieges beteiligt.

Über die Kindheit und Jugend von Danckelmann finden sich keine Vermerke. Nach dem Studium der Rechte in Heidelberg wurde er durch den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm als Erzieher seines jüngsten Sohnes, des Markgrafen Ludwig, an den Berliner Hof berufen. 1675 erhielt er die Ernennung als Mitglied der halberstädtischen Regierung und wurde gleichzeitig Kammerherr Ludwigs. Nach dem Tode Friedrich Wilhelms verblieb Danckelmann als Kammerherr bei dessen Witwe.

1685 ernannte Kurfürst Friedrich III. Danckelmann zum Hof- und Kammergerichtsrat und im Mai 1688 zum Geheimen Kabinettsrat und zum Maitre de Requetes mit der Aufgabe, über alle an den Kurfürsten gerichteten Eingaben, Beschwerden und Petitionen diesem Bericht zu erstatten und dessen darauf gegebenen Verfügungen den Petenten zuzustellen. Am 1. Jan. 1691 wurde Danckelmann Wirklicher Geheimer Staatsrat und Generalkriegskommissar. Damit war er Chef der Militärverwaltung und der Oberkriegspräsident als militärischer Führer musste in allen militärischen Angelegenheiten mit ihm das Einvernehmen herstellen.

1694 wurde Danckelmann Oberkurator der neu gegründeten Friedrichs-Universität in Halle. Er war mit seinem einflussreichen Bruder Eberhard ein wichtiger Unterstützer und Förderer des halleschen Pietismus, deren Vertreter die theologische Fakultät der Universität bestimmten. Mit  August Hermann Francke ist ein reger Briefwechsel verbürgt. 1695 wurde Danckelmann gemeinsam mit seinen Brüdern in den Reichsfreiherrnstand erhoben.

Nach dem Sturz seines einflussreichen Bruders Eberhard, musste Danckelmann sein hohes staatliches Amt abgeben und sich von 1698-1701 auf die Stelle eines halberstädtischen Oberdirektors zurückziehen. Anfang 1702 rief ihn der frühere Kurfürst Friedrich III. und nunmehrige König Friedrich I. von Preußen als Präsident des Berliner Konsisitoriums an den Hof zurück.

Danckelmann verstarb am 14. Februar 1709 in Berlin.


Quellen:

  • Hans Saring, Danckelmann,Daniel Ludolf von, in: Neue Deutsche Biographie, Band 3, 1957, S. 502-503 (www.deutsche-biographie.de)

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