Bildung im Vorübergehen:

Daniel-Vorländer-Straße

Zusatzschild-Text:
Chemiker, Professor an der Universität Halle, Vizepräsident der Leopoldina
Spender
gespendet von Pharmazeutisches Kontroll- und Herstellungslabor GmbH
Status:
realisiert

Daniel Vorländer (1867-1941)

Vorländer, Sohn eines Oberlehrers, besuchte das Vitzthums Humanistisches Gymnasium in Dresden und legte dort im Jahre 1896 das Abitur ab. Er studierte Philosophie, Chemie und Physik in Kiel (1886-1887), München (1887) und Berlin (1887-1900). Am 12. Dezember 1900 wurde an er an der Universität Halle über das Thema „Über Amidine der Oxalsäure“ zum Dr. phil. promoviert. Während seines Studiums leistete er Militärdienst als sogenannter Einjährig-Freiwiliger.

1891 wurde Vorländer Assistent am Chemischen Institut der Universität Halle, wo er sich am 29. Juni 1896  mit einer Arbeit über die „Synthese hydrierter Abkömmlinge des Resorcins“ habilitierte und als Privatdozent wirkte. 1897 wurde er Abteilungsvorsteher am Chemischen Institut und am 10. Mai 1902 zum außerordentlichen Professor daselbst berufen. 1908 ernannte ihn das preußische Kultusministerium zum ordentlichen Professor und Direktor des Chemischen Instituts der Universität Halle. Vorländer wirkte an der halleschen Universität bis zu seiner Emeritierung am 1. April 1935. Unterbrochen wurde diese Zeit durch die Teilnahme am I. Weltkrieg von 1914 bis 1917, zunächst als Hauptmann der Artillerie und später als Stabsoffizier für den Gaskrieg bei den Oberkommandos in Galizien und Frankreich.

Nach seiner Emeritierung übernahm Vorländer 1939 die Leitung eines wehrwirtschaftlichen Betriebes in Radeburg (Sachsen).

Vorländer war Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und deren Vizepräsident. 1908 wurde er von der Akademie mit der Verleihung der Cothenius-Medaille für sein wissenschaftliches Lebenswerk geehrt. Seine wissenschaftlichen Pionierleistungen liegen in den grundlegenden Forschungen zur chemischen Kristallographie der Flüssigkeiten begründet.

Er verstarb am 8. Juni 1941 in Halle an der Saale.

Quellen:

  • Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Archiv, Matrikel-Nr. 3192
  • www.catalogus-professorum-halensis.de

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