Carl Adolf Senff (1785 – 1863)


Carl Adolf Senff wurde am 17. März 1785 als 13. Kind des Konsistorialrats Carl Friedrich Senff im Pfarrhaus an der Moritzkirche zu Halle (Saale) geboren. Er besuchte das Gymnasium „Latina“ der Franckeschen Stiftungen und studierte Theologie in Halle. Anschließend war er als Lehrer an der Leipziger Bürgerschule sowie im Hause von Gerhard von Kügelgen sen. in Dresden tätig, von dem er seine malerische Ausbildung erhielt.

1815 meldete sich Senff als Freiwilliger zu den Makraner Jägern, mit denen er in den Feldzug gegen Frankreich zog, ohne jedoch an einer Schlacht teilzunehmen. Anschließend führte ihn sein Weg nach Italien, wo er 32 Jahre seines Lebens verbrachte. Senff lebte in der bekannten Künstlerherberge „Casa Butti“ in Rom, er wurde Mitglied der Künstlerakademie in Perugia und erwarb sich den Ruf eines bedeutenden Portrait- und Stilllebenmalers. Er unterhielt zahlreiche Kontakte zu anderen Künstlern, z. B. zu den Bildhauern Christian Daniel Rauch und Bertel Thorvaldsen.

1848 kehrte Senff nach Deutschland zurück. Nach kurzem Aufenthalt in Berlin ließ er sich bei seinem älteren Bruder Carl Wilhelm Senff in Ostrau am Petersberg nieder, wo dieser Pfarrer war. Bei unverminderter Schaffenskraft schuf er hier einige seiner bedeutendsten Werke. Später heiratete er Auguste Held, die Pflegetochter seines Bruders. Am 21. März 1863 starb Senff 78jährig. Beigesetzt wurde er in Ostrau. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde des Ortes unter der sog. „Professorenlinde“. 2013, im Jahr seines 150. Todestages, wurde sein Grab durch die Ostrau-Gesellschaft e.V. vollständig wiederhergestellt.

Die Stiftung Moritzburg Halle (Saale) – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt – besitzt den größten zusammenhängenden Bestand von Werken Carl Adolf Senffs.

Ostrau-Gesellschaft e. V.