Max Karl Ernst Ludwig Planck (1858 – 1947)


Am 23. April 1858 wurde Max Karl Ernst Ludwig Planck in Kiel geboren als sechstes Kind des Rechtsgelehrten Wilhelm von Planck (1817–1900) und dessen zweiter Ehefrau Emma geb. Patzig (1821–1914). Unter seinen Vorfahren waren bedeutende Theologen und Juristen. 1867 zog die Familie nach München, wo Max Planck das Maximiliansgymnasium besuchte. Hier vermittelte ihm sein Mathematiklehrer die Grundlagen der Astronomie und Mechanik. Nach dem hervorragenden Abitur immatrikulierte sich Max Planck zum Wintersemester 1874 an der Münchener Universität in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften. Überlegungen, Musik oder Philologie zu studieren, gab er zugunsten der Physik auf. Zu der Zeit, als Max Planck sein Studium begann, herrschte unter den gestandenen Physikern die Meinung, dass in dieser Wissenschaft schon alles erforscht sei. Max Planck sollte dies mit seinen Forschungen widerlegen.

1877 hörte er für zwei Semester Vorlesungen bei den renommierten Physikern Hermann von Helmholtz und Gustav Kirchhoff. Zwei Jahre später promovierte er, wieder in München, mit einer Arbeit „Über den zweiten Hauptsatz der Wärmetheorie“. Bereits im darauffolgenden Jahr, mit 22 Jahren, habilitierte sich Max Planck mit der Schrift über „Gleichgewichtszustände isotroper Körper in verschiedenen Temperaturen“ und lehrte anschließend als unbesoldeter Privatdozent an der Münchener Universität.

1885 berief ihn die Universität Kiel als außerordentlichen Professor für mathematische Physik. 1889 wurde er außerordentlicher Professor an der Universität Berlin, drei Jahre später erhielt er hier den Lehrstuhl für theoretische Physik und 1913 war er Rektor der Berliner Universität. In einem sechssemestrigen Zyklus las Planck zu den Themen Mechanik, Elektromagnetismus, Optik, Thermodynamik und behandelte abschließend spezielle Probleme aus der theoretischen Physik.

Bereits 1894 wurde Max Planck auf von Helmholtz‘ Vorschlag in die Preußische Akademie der Wissenschaften gewählt. Er war zudem in der Funktion eines Schatzmeisters Mitglied in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, von 1905 bis 1909 sowie 1915/16 ihr Vorsitzender. 1912 wurde er einer von vier beständigen Sekretären der im Jahr zuvor gegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. 1921 erhielt er den Vorsitz der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. 1926 wurde Planck zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

"Seine wichtigste wissenschaftliche Leistung gelang ihm 1899 mit der Entdeckung der Naturkonstanten, dem sogenannten »Planckschen Wirkungsquantum«, aus der er das Plancksche Gesetz der Wärmestrahlung entwickelte und damit die Quantentheorie begründete, die die moderne Physik revolutionierte. Dafür wurde er 1918 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet." *

Neben den oben genannten Mitgliedschaften in den renommierten wissenschaftlichen Gesellschaften erhielt Planck weitere Auszeichnungen. Unter anderem schuf die Deutsche Physikalische Gesellschaft ihm zu Ehren 1929 die Max-Planck-Medaille. Von 1930 bis 1937 sowie 1945 war Max Planck schließlich Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, die im darauffolgenden Jahr in Max-Planck-Gesellschaft umbenannt wurde.

Max Planck war in erster Ehe verheiratet mit Marie Merck (1861–1909), in zweiter Ehe mit Margarete von Hoeßlin (1882–1949). Von den vier Kindern aus der ersten Ehe starb jedoch der erste Sohn im Ersten Weltkrieg, die beiden Zwillingstöchter im Kindbett, der zweite Sohn wurde als Beteiligter am Attentat auf Hitler hingerichtet.

In seinem Berliner Haus in der Villenkolonie Grunewald pflegte Max Planck ein gesellschaftlich offenes Leben. Zu seinem Bekanntenkreis gehörten der Historiker Hans Delbrück, der Theologe Adolf von Harnack und der Mediziner Karl Bonhoeffer. Zeit seines Lebens war er auch der Musik verbunden, er spielte Klavier, Cello und Orgel und komponierte in seiner Jugend Lieder für kleine Theaterstücke und die damals im Bildungsbürgertum übliche Hausmusik. In späteren Jahren beschäftigte sich Max Planck mit musiktheoretischen Problemen, wie zum Beispiel mit den klanglichen Unterschieden zwischen natürlicher und temperierter Stimmung.

Max Planck starb am 4. Oktober 1947 in Göttingen, hochbetagt und hochgeehrt.


Quellen:
*Lorenz Friedrich Beck: Max Planck. www.mpg.de/ehemalige_praesidenten
de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck
www.leopoldina.org/de/mitglieder/mitgliederverzeichnis/member/4490/